Mi. Feb 28th, 2024

Die Zahl der Todesopfer der Flutkatastrophe auf Mallorca ist nun auf 12 gestiegen.

 

Überall auf Mallorca ist die Anteilnahme der Bürger sehr groß.

Am Plaza de España in Andratx gab es wie zahlreich auf der Insel, ein Zeichen der Solidarität mit den Opfern und Angehörigen.

Wer mit „Kopf hoch“- und „Wird schon wieder“-Parolen aufmarschiert, der sollte andere mit seinem Trost verschonen.

Denn eigentlich schont so jemand vor allem sich selbst – er erspart sich die Auseinandersetzung mit der Situation des Gegenübers. Aber wie setzt man sich mit dem auseinander wenn man hilflos davor steht. Zur Flutkatastope wurde von vielen in guter Absicht in eigen Regie zu Spenden aufgerufen. Dank Facebook ist das heute sehr leicht. Jeder bekommt ja schon zum Geburtstag die Aufforerung doch für soziale Zwecke zu spenden. Beruhigt man damit sei Gewissen und hat dann das Gefühl die anderen machen das schon ?

Wer trösten will, schafft das auch durch einfühlsames Hinschauen. Was brauchen die Flutopfer und Zahlreichen Helfer dieser Katastropfe? Brauchen sie mein Mitgefühl, ein Gebet, meine Tränen? Mein Schweigen, mein stilles Da-Sein? Oder brauchen sie eher mein Lachen, meine Energie – dass ich sie fortreiße aus ihrem dunklen Loch?.

Morgen ist Nationalfeiertag in Spanien und viele nutzen diesen freien Tag damit, um bei den Aufräumarbeiten im Kriesengebiet zu helfen.

„Am Donnerstag stießen die Einsatzkräfte in Sant Lorenc  auf Dutzende von Pkw, die von der Wucht des Wassers in Gassen und Einfahrten getrieben worden waren und die Wege blockieren. Die Wracks werden in ein Depot in der Nähe des Bahnhofs gebracht. Die Straßen liegen unter einer Schlammschicht, viele Läden sind weiterhin geschlossen.“ ,schreibt die Mallorca Zeitung

Die Balance zwischen Hilfe und Anerkennung

Die Bedürfnisse und Nöte anderer Menschen zu sehen, ist ein Zeichen von Empathie , ihnen zu helfen oder etwas Gutes zu tun, ist grundsätzlich etwas Positives und ein natürliches und gesundes Bedürfnis des Menschen.  Man sollte sich darüber im Klaren sein, aus welchen Motiven man hilft und ob die geleistete Hilfe für den Hilfeempfänger auch wirklich dienlich ist (ihm einen Dienst im positiven Wortsinn erweist). Verliert der Helfende über seinem eigenen Bedürfnis des Helfen-Wollens das Bedürfnis des Anderen, hilft es in dieser Situation niemanden.

Jeder der helfen möchte sollte den Hilfsorganisationen im Katastrophenschutz vertrauen. Einrichtungen wie SOS- Mamas, das Rote Kreuz oder Militär haben die nötige Logistik dazu. Die Bürgermeister der beroffenen Orte wissen am besten wo Hilfe gebraucht wird.

Die CaixaBank hat unterdessen ein erstes Spendenkonto eingerichtet und selbst 18.000 Euro eingezahlt. Die Kontoverbindung lautet: ES 86 2100 0161 8802 0018 8265

Auch der deutsche Resident Pierre Kreißl hat auf seinem Facebookprofil eine Spendenaktion gestartet.

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„Die Gemeindeverwaltung von Santanyí organisiert am Freitag, 12. Oktober, eine Hilfsaktion in Sant Llorenç. Los geht es um 8 Uhr morgens, die Aktion dauert bis 18 Uhr. Wer mitmachen will, kann sich unter folgenden Telefonnummern anmelden: 670 548798 (Bàrbara Xamena) und 656 401883 (Toni Matas). Die Anmeldefrist endete am heutigen Donnerstag um 20 Uhr. Das Rathaus sorgt für Transport und Verpflegung. Die freiwilligen Helfer sollten Handschuhe mitbringen.

Am Donnerstag und Freitag werden Kinderaufpasser in der Notunterkunft in der Sporthalle Miquel Àngel Nadal gesucht, damit die Eltern sich an den Aufräumarbeiten in Sant Llorenç beeiligen können. Anmeldung unter der Telefonnummer 666241773.( Quelle Mallorca Magazin)“

 

 

 

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