Selbstgebaute Titanic macht halt in Paguera

Am 15. April 1912 versank die Titanic im Nordatlantic. Seit dem Untergang des Kreuzfahrtschiffes der Olympicklasse sorgte die Titanic bei Filmemachern für Faszination.Der Untergang der „Titanic“ war schon immer mehr als nur ein schlimmes Schiffsunglück. Es war ein Symbol für eine Tragödie mit beispiellosen Einzelschicksalen, schreibt die Welt. Ein Bund rostiger Schlüssel eines Kabinen-Stewards, der das Unglück im Nordatlantik bei der Jungfernfahrt des Schiffs überlebte, fand für umgerechnet 80.000 € einen neuen Besitzer.

Auch der 7 Jährige Eddie ist von der Titanic fasziniert. Er selbst nutzte die schulfreie Zeit auf Mallorca um die Titanic aus Pappe und Recyclingmaterial nach zu bauen. Stundenlang verklebte er mit einer Heisklebepistole das Schiff. Die Baupläne dazu hatte er zuvor genau studiert. Inzwischen weiss er fast alles über die Titanic und die dazu gehörenden Schwesternschiffe.

Die Britannic der Reederei White Star Line war das dritte und letzte Schiff der Olympic-Klasse und wurde wie ihre Schwesterschiffe Titanic und Olympic auf der Werft von Harland & Wolff in Belfast gebaut. Im ersten Weltkrieg diente die Britanic als Lazaretschiff. Alles das weiß Eddie ganz genau .Bis zum November 1916 unternahm die Britannic – als Hospitalschiff durch einen weißen Anstrich mit einem grünen Längsstreifen und mehreren Roten Kreuzen gekennzeichnet – fünf Fahrten von den Kriegsschauplätzen im Mittelmeer nach Großbritannien, wobei sie große Zahlen an Verwundeten transportierte. Sie galt als das bestausgestattete Lazarettschiff auf See.Am  21. November 1916 ist die Britanic gesunken. Im Kanal zwischen den Inseln Kea und Makrónissos ereignete sich um 8.12 Uhr eine schwere Unterwasserexplosion. Die Ursache könnte ein Torpedo-Treffer gewesen sein. Als wahrscheinlicher gilt jedoch ein Treffer durch eine Seemine des deutschen U-Boots U 73.

Wenn Eddie wieder Urlaub in Deutschland machen wird, möchte er unbedingt das Marinemuseum in Wilhelmshaven oder das U-Boot im Filmpark Babelsberg sehen . Seit 1997 zeigt der Filmpark die U-Boot-Kulisse aus dem Film „Hostile Waters“ – hochgradig besetzt mit Rutger Hauer, Martin Sheen und Max von Sydow. Ausgestattet wurde der Film seinerzeit von Bernhard Henrich, der in diesem Jahr für seine Arbeit zu Steven Spielbergs Babelsberg-Film „Bridge of Spies“ für einen Oscar nominiert war. Für die Eltern von Eddie ist klar, dass sie für ihren Sohn einen Stop in Babelsberg machen, wenn sie in ihrer alten Heimat in Dresden sind. Eddie kennt das alles nur aus Erzählungen, da er auf Mallorca groß geworden ist. Seine Eltern haben mit ihrem Sohn lange auf einem Boot gewohnt und sind nun in ein Haus in Andratx gezogen. So richtig kann er sich noch nicht an das Landleben gewöhnen und nutzt jede Minute mit seinen Eltern am Wasser zu seinoder baut weiter an seiner Titanic. Wenn die Titanic fertig ist möchte er ein Kriegsschiff bauen, sofern er nicht wieder zur Schule muß.

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